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Hochsaison für Kopfläuse

Höchst, am

Foto: stock.adobe.com/Racle Fotodesign

Jedes dritte Kind macht im Laufe seiner Kindergarten- und Schulzeit zumindest einmal Bekanntschaft mit Läusen. Besonders im Herbst und im Frühling haben Kopfläuse Hochsaison. Wenn ein Kind mit Kopfläusen nach Hause kommt, fragen sich Eltern mitunter: Warum gerade wir? Die Antwort: Einfach Pech gehabt! Denn Kopfläuse kann jeder bekommen.

Da Kopfläuse direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden, kann jeder Kopfläuse bekommen, der näheren Kontakt zu anderen Menschen hat. Das trifft natürlich ganz besonders für Kinder zu, die tagtäglich Einrichtungen wie Schulen oder Kindertagesstätten besuchen und dort zusammenspielen und toben. Wenn Sie bei Ihrem Kind Kopfläuse finden, können Sie also in der Regel davon ausgehen, dass es nicht das einzige betroffene Kind in der Einrichtung ist.

Vorrangig Kinder zwischen drei und zwölf Jahren

Kopfläuse sind seit jeher in Europa heimisch und nach wie vor bei uns sehr weit verbreitet. Das Vorkommen der Läuse überwiegend auf dem behaarten Kopf ist – vorrangig bei Kindern zwischen drei und zwölf Jahren – der häufigste Parasitenbefall in Europa.

Kopfläuse kann jeder bekommen

Vorab gleich die wichtigste Information: Kopfläuse kann jeder bekommen! Es spielt überhaupt keine Rolle wie gründlich Körperhygiene betrieben wird, wie häufig die Haare gewaschen werden und wie oft die Wohnung gereinigt wird, denn die Kopfläuse leben nicht von Talg und Schmutz, sie ernähren sich allein vom menschlichen Blut!

Kopflausbefall ist meist „Gruppensache“

Kopflausbefall darf daher kein Tabu-Thema sein! Im Gegenteil, es sind sachliche Informationen und gemeinsames Handeln gefragt, denn Läuse sind nie ein individuelles Problem, sondern immer ein Problem der Gruppe! So könnte das Thema sinnvoller Weise auch im Schulunterricht einmal ausführlich behandelt werden, getreu dem Motto „Aufklärung ist die beste Vorbeugung“.

Mädchen sind etwas häufiger von Kopfläusen betroffen als Jungen. Die meist langen Haare der Mädchen tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Das liegt vermutlich daran, dass Mädchen beim gemeinsamen Spielen öfter Körperkontakt haben und die Köpfe zusammenstecken als Jungen. Die Läuse haben dann leichtes Spiel, um von einem Kopf zum anderen zu krabbeln.

Von Kopf zu Kopf

Manchmal kommt es in Schulen und Kindertagesstätten zu regelrechten Läuseplagen. Das liegt in einigen Fällen daran, dass es immer noch Eltern gibt, denen der Kopflausbefall peinlich ist und die ihn deshalb lieber verschweigen. Das ist verhängnisvoll, denn die Kopfläuse haben dann alle Zeit der Welt, sich von Kopf zu Kopf weiterzuverbreiten.

CHECKLISTE zur lausfreien Familie

  • Auf dem Markt gibt es auch Vorsorgeshampoos, die zur wirkungsvollen Prophylaxe von Lausbefall angeboten werden.
  • Wenn Sie bei Ihrem Kind Läuse entdecken, behandeln Sie es umgehend mit einem Anti-Läuse-Mittel.
  • Kinderfreundlich sind insektizidfreie Mittel auf physikalischer Basis und ohne Chemie mit kurzen Einwirkzeiten (15 Minuten). Wir helfen Ihnen gerne!
  • Kontrollieren Sie auch alle anderen Familienmitglieder sorgfältig auf Lausbefall und behandeln Sie betroffene Familienmitglieder ebenfalls umgehend – am besten am selben Tag.
  • Die nach einer Behandlung in den Haaren verbleibenden Nissen (Eier) sind in der Regel abgestorben. Sie sollten mit einem Nissenkamm (Metallkamm)entfernt werden.
  • Durch die gemeinsame Verwendung von Haarbürsten oder Kämmen können Läuse direkt von Kopf zu Kopf weitergegeben werden. Entfernen Sie alle Haare aus Kämmen und Bürsten und reinigen Sie diese gründlich.
  • Kontrollieren Sie danach weiterhin regelmäßig die Kopfhaut. Führen Sie, wenn nötig, nach etwa einer Woche eine neuerliche Behandlung durch.
  • Benachrichtigen Sie alle engen Kontaktpersonen (Freunde, Betreuungspersonen u. a.) bzw. Schule, Kindergarten etc., damit auch diese rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können.

Woran ist Kopflausbefall zu erkennen?

Kopfläuse sind kleine, flügellose Insekten, die zu Beginn am besten hinter den Ohren, an den Schläfen und im Nacken entdeckt werden. Die Eier der Läuse (Nissen) kleben dicht am Haaransatz fest. Nissen sind von Haarschuppen leicht zu unterscheiden. Haarschuppen lassen sich leicht auskämmen, Nissen kleben am Haar fest.

Unser Tipp:

„Die Tierchen sind zwar nicht gefährlich, aber ungemein lästig. Sobald bei Ihrem Kind, in seinem Freundeskreis oder bei Schul- und Spielkameraden Läuse entdeckt werden, gilt es schnell zu reagieren. Ein Kind kann wieder in die Schule gehen, sobald es sorgfältig mit Anti-Läuse-Mittel behandelt wurde. Auch danach sollten Eltern die Kopfhaut regelmäßig kontrollieren“.